Diplomprojekt

Mein fremder Körper

290 cm x 290 cm x 150 cm

Papier Mâché, handgeschöpftes Papier, Wellpappe, Zellulose, Buchseiten, Glasaugen, Foam Clay

Werkstätte Bildhauerei


Die Arbeit setzt sich mit dem Spannungsfeld zwischen eigener Körperwahrnehmung und dem Fremdbild auseinander. Sie besteht aus einem lebensgroßen Selbstporträt vor einem Hintergrund der zeigt wie ich meinen Körper empfinde. Indem ich mich selbst als Modell nahm und mich im Arbeitsprozess mit der von mir geschaffenen dreidimensionalen Form verglich, war ich gezwungen, mich mit meiner abweichenden, inneren, Wahrnehmung meines Körper auseinanderzusetzen. Mir wurde bewusst wie fremd mir mein eigener Körper ist.

Die in der Hintergrund-Collage und im handgeschöpfte Papier der oberste Schicht – der “Haut” – verarbeiteten Bücher spielten eine prägende Rolle in meiner Jugend. Für die inneren, unsichtbaren Papierschichten und das Papier Maché wählte ich die Bücher aufgrund ihrer technischen Eigenschaften aus: hoher Zellulose- und Ligningehalt, wenige bis keine Zusatzstoffe: schweres Papier, wie es in den 1950er bis 1970er Jahren für den Buchdruck verwendet wurde.

Verwendete Bücher:
C. Ransmayr, Die Schrecken des Eises und der Finsternis. Brandstätter, Wien/München 1984; C. Ransmayr, Morbus Kitahara. S. Fischer, Frankfurt am Main 1995; G. García Márquez: Hundert Jahre Einsamkeit, Aufbau-Verlag Berlin und Weimar, 1980; G. Heyer, Beauvallet, William Heinemann London, 1929; G. Heyer, Pistols for Two, William Heinemann London, 1960

Der volle Text der Diplomarbeit findet sich im Blog.